Der Alltag mit seinen intensiven äußeren Reizen lässt wenig Platz für ein Hinhören auf den eigenen Körper und seine Signale. In der Qigongstunde kann man der Hektik des Alltags entfliehen und sich bewusst Zeit für sich selbst gönnen. Einfache Übungen entfalten tiefgreifende Wirkungen und führen zu umfassender Entspannung, die sich von Mal zu Mal mehr vertieft. Die daraus geschöpfte positive Kraft kann immer mehr in den Alltag und die Lebensaufgaben einwirken, ein sanfteres Umgehen mit sich selbst entsteht. So hat die Weisheit des Körpers bei den langsam ausgeführten Übungen die Möglichkeit, zum Ausdruck zu kommen. Die auf lange Tradition und uraltes Wissen aufgebauten Bewegungsformen erlauben den Selbstheilungskräften zu wirken.

Ingrid Pöllmann absolvierte die Ausbildung zur zertifizierten Übungsleiterin bei der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng, deren Schwerpunkt die Lebenspflege darstellt. Ingrid leitet seit sechs Jahren verschiedene Qigongkurse und greift auf eine langjährige und breitgefächerte Übungspraxis zurück.

Ab dem 14. September 2016 bietet sich die Möglichkeit, in den Kurs beim TSV Gersthofen einzusteigen. Interessierte sind zu einer Schnupperstunde am Mittwoch 20.15 bis 21.15 Uhr in der TSV-Turnhalle, Sportallee herzlich eingeladen.

Qigong 1
Durch regelmäßiges Üben von Tai Chi steigern sich Körperwahrnehmung, Bewegungsintelligenz und elastische Beinkraft. Es gibt einen Wohlfühleffekt, der zum Üben animiert. Der tiefere Grund dafür: Die Gelenke des Körpers werden im Tai Chi ihrem Bauplan entsprechend langsam bewegt, viele Male hin- und her, ohne an die Bewegungsgrenzen zu gehen, und bei sanfter Belastung. So werden sie optimal mit Nährstoffen versorgt. „Die Gelenke jubeln.“ - Und das fühlt sich gut an, breitet sich im Körper, dann auch im Geist aus. Im TSV Gersthofen, Abt. Turnen, wird seit 2013 von Übungsleiter Dr. Peter Pöllmann Yang-Stil T‘ai Chi Ch‘uan in der Tradition von Prof. Cheng Man Ch’ing angeboten.

Im Tai Chi lernt man längere Choreografien, die auch Formen genannt werden. Manche Tai Chi-Bewegungen haben Namen, die an Anwendung in der Selbstverteidigung denken lassen, z.B. Abwehren, Drücken oder Stoßen. Im Tai Chi gibt es die Pushing Hands-Übung, wo man im Kontakt mit Partner/in Anwendungen der Tai Chi-Techniken übt.

Fast schon paradox: Durch langsame Bewegungen wird man schnell. Tai Chi ist körperliche Übung des Loslassens. Für eine bestimmte Bewegung unnötige Muskeln lernt man zu entspannen. Die Bewegungen werden mit der Zeit immer müheloser. Weil dann nur noch das Nötigste im rechten Maß bemüht wird, werden reflexartige Reaktionen schneller als jemals zuvor. Dieses Entschlacken vom Unnötigen kann sich auch in die Gedankenwelt fortsetzen.

Die Fähigkeit, sich eigene Bewegungen vorzustellen, wird durch Tai Chi geweckt oder gesteigert. Sie bleibt nicht auf Tai Chi beschränkt, sondern kann positiv in andere technische Sportarten einwirken, z.B. ins Karate, Tennis oder Alpinsportarten. Ballspieler dürften sehr von der tiefen Lockerheit profitieren, die sich im Tai Chi entwickelt.

Übungszeit für Tai Chi im TSV Gersthofen: Mittwoch 19.15 bis 20.15 Uhr in der TSV-Turnhalle, Sportallee. Neueinsteiger sind ab 14. September herzlich willkommen.

Tai Chi