Zum 70-jährigen Jubiläum - Bundesligist HC Erlangen ersteigert

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Zum 70-jährigen Vereinsjubiläum gelang es der TSV-Handball-Abteilung mit viel
Glück und dem Einsatz von rund 2.500 Euro, im Rahmen einer Auktion zu Gunsten
der Deutschen Krebshilfe
 ein Freundschafsspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger
HC Erlangen
 zu ersteigern.

Beim Spiel vor über 400 Zuschauer in der neuen Turnhalle der Gersthofer Mittelschule zeigte sich der HC Erlangen spielerisch sehr gut aufgelegt und gewann gegen das Gersthofer Team deutlich mit 50:18 (28:8) Toren. Ziel des Matches war, begeisterte neue Handballfans zu hinterlassen. Und das gelang beiden Teams. Das Resultat sei bei dieser wirklich gelungenen Veranstaltung eher nebensächlich, resümierte dann auch HC-Trainer Robert Andersson.


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70 Jahre Handballabteilung TSV Gersthofen (2016)

35409 50 1475048124 Die Handball-Abteilung des TSV Gersthofen blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Die Leistungskurve  ging in den vergangenen Jahrzehnten stetig auf und ab. Jetzt hat die Abteilung ihr 70-jähriges Gründungsfest  mit einem Benefizspiel gegen den frischgebackenen Bundesligisten HC Erlangen in  der neuen Turnhalle der  Mittelschule gefeiert.

 Der Handballsport nahm in Gersthofen im Mai des Nachkriegsjahres 1946 seinen  Anfang. So  außergewöhnlich  wie die damalige Zeit war, so ungewohnt waren auch  die Begleitumstände, bis es zum  ersten Spiel kam. Ein Ball  musste gegen einen  Sack Weizen eingetauscht werden und das Damenteam  wurde zu verdonnert,  Trikots zu  nähen. Dann war es soweit: Gegen die erfahrene Mannschaft des TSV  Schwaben Augsburg gab es im ersten  offiziellen Match eine 5:9-Niederlage.

 Kein schlechtes Omen

 Die Niederlage entpuppte sich allerdings nicht als schlechtes Omen für die Zukunft. Bereits in der Saison1947/48  errang die erste Mannschaft die Meisterschaft der  Bezirksklasse Augsburg und stieg in die  Schwäbische Kreisliga  auf. Der TSV  Gersthofen wurde im Laufe der Jahre zu einer in ganz Schwaben  geachteten  Mannschaft. Zur  Eröffnung des neuen Stadions an der Sportallee gastierte das  österreichische  Staatsliga-Team von ATSV Linz-  Urfahr. Dabei traten die Gäste mit  drei Nationalspielern an. Nach einem  spannenden Kampf behielten die Linzer  nur  knapp die Oberhand.
 Im Hebst 1958 gelang es den Gersthofer, die schwäbische Feldhandball-  Meisterschaft zu erringen. Der  damalige  Abteilungsleiter Theo Neis hatte für den  Erfolg auch einen Namen: die fundierte Jugendarbeit des  Vereins. Ein  Vierteljahrhundert nach Gründung der Handball-Abteilung hieß es Abschied nehmen: Der TSV  Gersthofen hing  den Handballsport auf dem Großfeld an den Nagel. Künftig traten die Spieler nur noch auf  dem Kleinfeld und in der  Halle an. Durch die Umstellung verloren die Handballer zunächst etwas den  sportlichen Anschluss. Den absoluten  Tiefgang erreichte das Gersthofer Handallgeschehen in der Saison  1972/73. Der TSV stieg in die B-Klasse ab.

Sportliche Wechseljahre

Nach so viel Leid hatte Glücksgöttin Fortuna jedoch mit den Schwarz-Gelben wieder ein Einsehen. Sieben      Jahre später waren die Ballwerfer in der höchsten bayerischen Spielklasse, der Oberliga, vertreten.  Grundstein dieser Erfolge waren die Kameradschaft und das gute Verhältnis der Spieler auch außerhalb des Spielfelds. Und natürlich eine Reihe von Neuzugängen, die in dieses Gefüge passten.

Nach dem Höhenflug kam wieder einmal der Absturz. Der TSV fiel von der Oberliga in die A-Klasse zurück. Es folgten sportliche Wechseljahre. Mehr als Teilerfolge war den Handballern nicht vergönnt, auch wenn sie mehrfach um den Aufstieg mitspielten. Heute sind die Handballer unter der Abteilungsleitung von Samir Babovic und Trainer Michael Bauer in der Bezirksoberliga zu Hause. Mit einem Heimsieg gegen den TV Gundelfingen II sicherten sich die Handballer im Frühjahr den Aufstieg in diese Spielklasse.