Im Zuge der neuen

Datenschutz-Grundverordnung DSGVO

müssen wir Sie darauf hinweisen, dass

diese Webseite Cookies verwendet.

Es werden KEINE Informationen gesammelt um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren oder Funktionen für soziale Medien anbieten zu können.
Es werden KEINE Informationen weitergegeben.

Cookies erleichtern jedoch die Bereitstellung unserer Dienste und sorgen für die Sicherheit dieser Seite.
Hier finden Sie die Datenschutzerklärung und weitere Informationen >>.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie fortfahren diese Webseite zu nutzen.

  • FP Slider 2016 01
  • FP Slider 2016 02
  • FP Slider 2016 03

Interview mit Peter Lechner, stellv. Vorstand Karatesparte

Peter, du bist als 2. Vorstand der Karatesparte tätig. Stell dich doch kurz vor.

Mein Name ist Peter Lechner, ich bin 57 Jahre alt, gebürtiger Gersthofer und betreibe Karate im TSV seit 1999. Von Beruf bin ich Elektromeister und arbeite bei der Schwaben Netz GmbH in der Abteilung Elektrotechnik.
Seit 2016 bin ich als 2. Vorstand tätig und engagiere mich darüber hinaus als Übungsleiter im Rahmen von Anfängerkursen.
Neben dem Karate beschäftigt mich die Familie in hohem Maße, aktuell besonders der Hausbau meiner beiden Kinder. Außerdem bin ich seit 2014 stolzer Großvater eines Enkels.

Schwarzmalen, Schwarzsehen, Schwarzarbeit – die dunkelste aller Farben ist naturgemäß eher negativ besetzt. Das ist beim Karate anders, nicht wahr?

Das ist richtig. Im Karate wird der Leistungsstand durch Gürtelfarben kenntlich gemacht. Je heller, desto unerfahrener ist der Übende, Je dunkler, desto höher der Kenntnisstand.
Der schwarze Gürtel ist Karate-Meistern vorbehalten und ist letztendlich das Ziel aller, die unseren Sport ernsthaft betreiben. Insofern hat die schwarze Farbe für uns die höchste Wertigkeit.

Du hast im Dezember 2017 ebenfalls die Prüfung zum Schwarzgurt abgelegt. Erzähl uns doch etwas darüber.

Stimmt. Nach nunmehr 18 Jahren Training war für mich die Zeit der Entscheidung gekommen. Es hieß, nochmal alle Kräfte bündeln und die Dan-Prüfung meistern, oder  kurz vor dem Ziel aufgeben.
Im fortgeschrittenen Alter ist mir die Prüfungsvorbereitung zugegebenermaßen nicht leicht gefallen. Mein Trainingspartner Andreas und unser hochmotiviertes Trainerteam hatten großen Anteil daran, dass ich mich dieser Herausforderung erfolgreich stellen konnte. Auch meine Familie hat mich in den vergangenen Monaten stark unterstützt und mein hohes Trainingsaufkommen toleriert.
Ich bin stolz und froh zugleich, diesen Level erreicht zu haben. Ein Ausruhen ist jedoch nicht vorgesehen, denn Karate bedeutet lebenslanges Streben nach Perfektion.
In Japan – dem Ursprungsland des Karate – heißt es sogar, dass das eigentliche Studium des Karateka erst nach dem Erlangen des Meistergrades beginnt. Insofern habe ich noch einen weiten Weg zu gehen.

Was fasziniert dich an Karate besonders?

Karate ist eine Sportart, die sowohl die körperliche als auch die geistige Fitness schult. Man bleibt in beider Hinsicht beweglich, lernt seine Fähigkeiten und auch seine Grenzen besser einzuschätzen.
Dazu kommt noch, dass Karate schon ein gewisses Potenzial hat, in Konfliktsituationen hilfreich zu sein. Und sei es lediglich dadurch, dass der Karateka womöglich etwas selbstsicherer auftritt und nicht so leicht in die Opferrolle verfällt. Diese Fähigkeit erlangt man allerdings erst nach jahrelangem Training. Es muss also auch ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen an den Tag gelegt werden. Glücklicherweise kam ich selbst noch nie in eine Situation, die Selbstverteidigung nötig machte.

Karate ist kein Mannschaftssport, das heißt, dass ein Jeder für seine persönliche Entwicklung verantwortlich ist. Erfolge und auch Misserfolge hat jeder selbst zu verbuchen. Natürlich bleibt der Teamcharakter nicht außen vor. Wir sind auf unsere Trainingspartner angewiesen und sind uns gegenseitig verpflichtet. Oberstes Gebot ist, den Partner bei den Übungen nicht zu verletzten.
Gleichzeitig sind wir bestrebt, alle Techniken so auszuführen, dass sie im Ernstfall maximale Wirkung zeigen. Dies ist eine spannende Gratwanderung und macht deutlich, wie notwendig kontinuierliches Training ist, um sich genau auf diesem Grat bewegen zu können.

Das hört sich gefährlich an. Gibt es oft Verletzte in eurem Training?

Gerade das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu klassischen Sportarten, wie beispielsweise dem Fußball, ist das Verletzungsrisiko im Karate gering.
Trotz meiner langjährigen Vereinszugehörigkeit kann ich mich kaum an nennenswerte Blessuren erinnern. In den Anfängen wird von den Trainern äußerste Vorsicht an den Tag gelegt und eine „Hau-drauf-Mentalität“ unterbunden.
Erst im Laufe der Jahre können Grenzen nach und nach ausgelotet werden, sobald sich das Gefühl für den eigenen Körper entwickelt hat.

Was hat sich im Laufe der Jahre an eurem Sport verändert.

Karate ist seit den 70-ern in Deutschland etabliert. Damals wurde noch sehr hart trainiert. Heutzutage ist das Training weitaus gesundheitlicher ausgerichtet. Stetige Fortbildungen der Trainer schulen das Bewusstsein für gelenkschonende und natürliche Bewegungen, so dass Karate tatsächlich ein Sport für Jung und Alt ist. Nicht umsonst erhielt der Karatesport vor nicht allzu langer Zeit das Gütesiegel „Gesundheitssport“.
Unser ältestes aktives Mitglied, Borys Zarkh, hat im Alter von 70 Jahren im vergangenen Jahr die Prüfung zum 4. Dan mit sehr gutem Erfolg abgelegt. Ich finde, das ist ein passendes Beispiel dafür, wie gut sich das Älterwerden und der Karatesport vereinbaren lassen. Natürlich ist es notwendig, dass der Karateka die eingeschränkten Möglichkeiten akzeptiert, die mit zunehmendem Alter offensichtlich werden. Das bedeutet, Techniken müssen im Laufe der Jahre andersartig ausgeführt werden, ohne an Wirkung zu verlieren. Bei unseren jüngsten Mitgliedern achten wir darauf, eine ganzkörperliche Fitness zu erreichen und den Spaß am Training im Vordergrund stehen zu lassen.

Wie entwickeln sich eure Mitgliederzahlen? Habt ihr Nachwuchssorgen?

Das kann man so nicht sagen. Gerade im Kinder- und Jugendbereich könnten wir mehr Mitglieder aufnehmen, als wir stemmen können. Es fragen jedoch auch sehr viele sehr junge Interessenten bei uns an, die wir dann noch etwas vertrösten müssen. Erst ab 9 – 10 Jahren sind Kinder in der Lage, die zum Teil komplexen Bewegungsabläufe bewältigen zu können.
Im Erwachsenenbereich würden wir uns tatsächlich mehr Zulauf wünschen. Wir geben hier allerdings nicht auf und bieten immer wieder Anfängerkurse in allen Altersgruppen an. Interessierte können gerne einen Blick auf unsere Sparten-Homepage beim TSV Gersthofen werfen, oder unseren Vorstand Harald Peter telefonisch kontaktieren. Auch Besucher im Rahmen des Freitagstrainings sind immer gerne willkommen. Hier kann man den Trainingsbetrieb beobachten und sich selbst ein Bild machen.

Peter Lechner Bild



Neuigkeiten

Aktion Stadtradeln
07.07. - 27.07.2018

TSV Sommerfahrt zum Affenberg
Samstag, 21.07.2018
 

52. Int. Silvesterlauf

Donnerstag, 03.05.2018 - Warm-up zur LEW Lauftour 2018


Logo Silvesterlauf ohneZahl

Wirtshaus am Sportplatz