Doppeltriumph bei Sportlerehrung
Bei den Frauen setzt sich Triathletin Judith Mittelmaier durch und bei den Männern Erwin Eberle.
Für dieLeichtathleten des TSV Gersthofen begann 2010 glanzvoll. Nicht auf Grund aktueller Ergebnisse, sondern deshalb, weil bei der Sportlerehrung im Verein gleich zwei Vertreter dieser Abteilung ganz oben standen. Judith Mittelmaier wurde als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet und Erwin Eberle als Sportler des Jahres. Auch von dieser Stelle herzlichen Glückwunsch!
Judith Mittelmaier (26) gehört dem TSV Gersthofen seit gut zwei Jahren an. Die Ingenieurin im Hubschauberbau hat sich als erstklassige Triathletin profiliert. Beim Wettkampf "Den Store Styrkeproven", der in Norwegen einfach "Die Große Stärkeprüfung" genannt wird, landete sie insgesamt auf Platz 217. Dies ist mit 540 Kilometern zwischen Trondheim und Oslo eines der schwersten, längsten und traditionsreichsten Radrennen in Europa. In 16:10:46 Stunden wurde sie bei den Frauen Zweite. Ihre Zeit entspricht eine phantastischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,4 km/h.
Weitere herausragende Platzierungen: Rang 23 insgesamt beim Ironman in St. Pölten (Teilnehmerzahl: 2400). Damit hat sie sich für die WM in Florida qualifiziert. Judith Mittelmaier nahm aber dort nicht teil, weil sie beim Ironman Arizona über die volle Distanz startete. Zweite wurde sie beim 24-Stunden-Mountainbike-Rennen in Steindorf.
Die Sportlerin des Jahres wurde bei einer Ausfahrt der Triathleten von Klaus Wenk entdeckt.
Erwin Eberle hat auf ebenso ungewöhnliche wie herausragende Weise gerade im vergangenen Jahr den Verein nach außen hin vertreten - als Kampfrichter bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin. Er war früher ein starker Mann auf den Strecken über 400, 800 und 1000 m. In zwei Staffeln hält er seit 1984 den Vereinsrekord. Später engagierte er sich in verschiedenen Ämtern für die Leichtathletikabteilung und nicht zuletzt verbrachte er viele Stunden als Übungsleiter in der Halle und auf dem Sportplatz.
Erwin Eberle vermaß viele Strecken (etwa für Marathon) nach strengen Vorschriften mit Protokoll, so dass die dort erzielten Leistungen ganz offiziell Eingang in die Bestenlisten finden oder als Rekorde anerkannt werden. Dabei kommt ihm zu Gute, dass das Vermessungswesen sein eigentlicher Beruf ist.
Als Kampfrichter machte der 54-jährige Beamte bei der Stadtverwaltung in Augsburg richtig Karriere. Er war bei der Europameisterschaft 2002 in München im Einsatz und nun im August als Höhepunkt bei der Weltmeisterschaft in Berlin. Dort war er Hauptschiedsrichter Bahn. Der Diplom-Ingenieur, der in Gersthofen lebt und im Stadtvermessunggsamt Augsburg die Abteilung Bodenordnung und Grundstücksbewertung leitet, konzentriet sich nun ganz auf seine berufliche Fortbildung. (jeb)
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